Faszination Ironman. Warum die Idee mich nicht mehr loslässt.

Es ist wieder Triathlon-Saison und ich habe vor 3 Wochen meine erste Mitteldistanz bestritten. Bis zu jenem Tag habe ich immer behauptet (und ich war auch wirklich davon überzeugt), dass ich niemals, ganz sicher niemals, einen kompletten Ironman bestreiten würde. Nicht einmal den Wunsch danach habe ich verspürt, ganz im Gegenteil. Zuletzt habe ich eigentlich nach jeder langen Radeinheit gedacht: „Wie kann man bloß ernsthaft die doppelte Strecke fahren und dann auch noch Spaß daran haben?!“ Und dann auch noch der Marathon…nach dem ersten und bis dato auch letzten Marathon, den ich gelaufen bin, habe ich mir felsenfest vorgenommen, auf keinen Fall noch einmal diese Strecke zu laufen und das hat sich bis zum Tag des Ironman 70.3 Finish dieses Jahr auch nicht ansatzweise geändert.Und jetzt, nicht mal einen Monat später, wächst dieser Wille in mir, doch die Langdistanz anzugehen und jeden Tag wird dieser Wunsch stärker und damit auch die Motivation mich ernsthaft mit diesem Ziel beschäftigen.

Wie kam es zu diesem Sinneswandel? Tja, das ist eine gute Frage. Ich denke, dass die eigene Motivation mit der Größe der Herausforderung steigt. Dazu kommt diese riesige Euphorie nachdem man eines seiner Ziele erreicht und die Ziellinie überquert hat. Und ich muss sagen, so einen Gefühlsflash wie beim Finish des halben Ironman hatte ich noch nie. Natürlich weiß man schon, wenn man auf die Laufstrecke geht und sich gut fühlt, dass man es ins Ziel schaffen wird, und nach jedem Kilometer malt man sich aus, wie es wohl sein wird, wenn man es dann tatsächlich gepackt hat. Aber dieser Moment, in dem man nicht noch eine Runde drehen muss, sondern abbiegt auf die Zielgerade, ist einfach unbeschreiblich. Da kommt dann alles zusammen: Erleichterung, Freude, Erschöpfung, Stolz, das Wissen, dass sich das viele Training ausgezahlt hat. Ich hatte am nächsten Tag keinen Muskelkater und musste auch nicht auf allen Vieren ins Ziel kriechen. Ganz im Gegenteil, ich hatte eher das Gefühl, da geht noch was und das ist wahrscheinlich auch genau das, was mich nun so anstachelt, im nächsten Jahr den kompletten Ironman zu finishen.

Warum eigentlich unbedingt ein Ironman-Rennen? Da bin ich ganz ehrlich. Natürlich möchte ich diese Herausforderung in erster Linie für mich selbst meister, aber wenn ich schon so eine Monsterdistanz bewältige, dann muss das auch ein riesen Erlebnis werden und dazu gehört auch das ganze Drumherum, de vielen Zuschauer, die dicke Medaillie mit dem Titel Ironman. Wenn schon, denn schon. Für mich gehört das alles dazu und an das Erlebnis, das damit verbunden ist, werde ich mich wahrscheinlich mein Leben lang erinnern können. Und mir jetzt schon vorzustellen, wie es wohl sein könnte, im nächsten Jahr nach mindestens 12-13 Stunden die Ziellinie zu überqueren und die magischen Worte „You are an Ironman“ zu hören, macht bei mir einen ganz großen Teil der täglichen Motivation aus. Nur wenn man sein Ziel stets vor Augen hat, kann man die vielen Trainingseinheiten, die wirklich nicht immer leicht sind, immer wieder auf’s Neue, Woche für Woche, Monat für Monat angehen und durchziehen und dabei vor allem nicht den Spaß verlieren.

 

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